SAFETYTEAMS Maschinensicherheit plant, organisiert, schult und führt CE-Kennzeichnung aus. Konformitätsverfahren, Gefahrenanalysen, Richtlinienrecherche, Normenrecherche, Dokumentation., Seminare, Workshops, Inhouse-Seminare und Inhouse-Workshops
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Frage 1630
gestellt von: anonym
am: 23.03.2019
Thema: Konformitätserklärung oder Einbauerklärung

Hallo,

ist bei der Lieferung von Arbeitsplatzkomponenten bestehend aus bspw. einem elektrischen handgeführten Montagewerkzeug, einem Stativ, Gewichtsausgleichern, einer Vorrichtung für den automatischen Wechel von Einsteckwerkzeugen und einer kundenspezifischen Werkzeugaufnahme eine KE auszustellen oder reicht eine EE aus? Aktuell gehen wir davon aus, dass eine EE ausreicht, da die Komponenten kundenseitig auf einem Arbeitstisch installiert werden. Insofern auch der Arbeitstisch zum Lieferumfang gehören würde wären wir auch zur Ausstellung einer KE verpflichtet. Ist unsere Auffassung korrekt?

Danke vorab für die Rückmeldung

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Frage 1629
gestellt von: Yilmaz Ömer
am: 23.03.2019
Thema: CE-Kennzeichnung Druckbehälter

Hallo,

ich möchte Druckfilter importieren und diese wieder aus Deutschland nach Russland exportieren. Der Hersteller hat jedoch keine CE-Kennzeichnung.
Darf ich diese Filterbehälter einführen und wieder exportieren ohne CE-Kennzeichnung?
Vielen Dank.

Grüße

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Frage 1628
gestellt von: Andreas Mutz
am: 20.03.2019
Thema: Konformitätserklärung für mechanische Teile

Frage: Muss ein mechanischer Schraubstock mit einer Spindel und Muskelkraftbetätigung eine Konformitätserklärung haben?

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Frage 1627
gestellt von: Klaus Rödder, Bad Honnef
am: 19.03.2019
Thema: CE

Der Zoll hat mir Wireless Fast Charger mit USB nicht ausgehändigt, weil das CE Zeichen nur auf der Beschreibung vorhanden war. Ist dies in Ordnung?

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Frage 1626
gestellt von: anonym
am: 18.03.2019
Thema: CE-Kennzeichnung trinkwassertechnische Anlage

Hallo zusammen,

wir sind ein Planungsbüro für trinkwassertechnische Anlagen. Wir haben vor einigen Jahren den Umbau eines Pumpwerks geplant. Der Bau wurde direkt vom AG und nicht von uns beauftragt. Jetzt wünscht sich der AG das wir für ihn ein KBV durchführen und eine CE-Kennzeichnung für die Anlage anbringen.

Ist das nachträgliche Durchfürhen eines KBV überhaupt möglich bzw- legal, laut MSRL Art. 5 hätte dies doch vor der Inverkehrbringung erledigt werden müssen? Wäre stattdessen zum jetzigen Zeitpunkt nicht eher eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung und Prüfung der Anlage zum Stand der Technik durchzuführen?

Vielen Dank im vorraus!

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Frage 1625
gestellt von: Markus
am: 06.03.2019
Thema: Mehrere Produktnormen zutreffend

Hallo,

ich konnte nach allen Recherchen nicht eine überzeugende Antwort auf die Frage finden, was zu tun ist, wenn auf ein Produkt gleichzeitig mehrere Produktnormen zutreffen - kann nur eine davon angewandt werden (und diese dann in der CE-Erklärung deklariert), oder müssen zwingend alle laut Anwendungsbereich zutreffenden herangezogen werden? Wo finde ich gesetzliche Grundlage dafür?

Ganz konkret: es handelt sich um eine Schaltgerätekombination (IEC 61439), die gleichzeitig eine Power Electronics Conversion System ist (IEC 62477). Wie entscheide ich, welche von diesen ich anwenden muss, um Konformität mit der Niederspannungsrichtlinie nachzuweisen?

Vielen Dank!
Markus

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Frage 1624
gestellt von: Torben Strauer
am: 04.03.2019
Thema: CE Sportboot

Guten Tag,

ich habe ein Sportboot aus Aluminium gefertigt, und möchte nun eine CE für dieses Boot. Die Pläne für das Boot habe ich von einem Yachtkonstrukteur.

- Bekomme ich die CE auch als Privatmann?
- Welche Unterlagen benötige ich?
- Welche Unterlagen soll ich vorbereiten?
- Wie lauft die CE ab ? Prüfung Praktisch?
- Wer kann/muss so eine Prüfung durchführen?

So weit ersteinmal, ich hoffe hier kann mir geholfen werden.

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Frage 1623
gestellt von: Alexander Vilsmaier
am: 28.02.2019
Thema: Leistungseinheit CE Kennzeichnung / Technische Doku bzw. Risikobeurteilung

Sehr geehrter Herr Preis,

Ich befinde mich in folgender Ausgangsituation:

Aus einem Netzteil (Hersteller Meanwell, welches selbst eine ausgewiesene CE Konformität besitzt und für den Betrieb von LEDs bestimmungsgemäß freigegeben ist) soll mit Hilfe von CE Konformen Steckern eine Leistungseinheit erstellt werden, um Mid-Power LED-Leuchten (vergossen in Aluprofilen) zu betreiben.

Das Netzteil wird mit „offenen Kabelenden“ bestellt/geliefert und in seiner Bauart nicht verändert, sondern nur mit geeigneten Steckern versehen, um den betriebsfähigen Zustand zu erreichen. Es werden sozusagen mehrere CE-konforme Einzelkomponenten von mir zusammengefügt.

Fragen:

-Trete ich als Hersteller einer Leistungseinheit in Kraft, wenn ich an ein Netzteil entsprechende Stecker montiere? (Das Netzteil wird vom Hersteller Meanwell vorbereitet zur Montage von Steckern geliefert, es wird nichts von mir abgeschnitten)

-Ist es möglich sich hier sich auf die vorhandene CE des Netzteil-Herstellers zu berufen, um sich ein komplettes CE-Konformitäts-Verfahren sparen zu können?
Wenn nicht, in welchem Umfang muss diese von mir montierte Leistungseinheit (unabhängig von den angeschlossenen LEDs) erneut geprüft werden?

-Sollte ich nun als neuer Hersteller in Erscheinung treten (müssen), darf ich die bereits angewandten Richtlinien, Normen und normativen Verweise des Netzteil-Herstellers in meine Konformitätserklärung übernehmen ohne erneute Prüfungen durchführen zu müssen?

-Wenn ein vollständiges Konformitätsverfahren von mir durchzuführen ist, nach welchen Richtlinien und den darin enthaltenen Normen muss ich mich richten, bzw. was muss ich anwenden?

-Ich VERMUTE, dass die Niederspannungsrichtlinie sowie die EMV-Richtlinie zutreffend sind, nur die entsprechenden, benötigten Normen sind mir nicht klar. Können Sie mir hier eine konkrete Auskunft geben?

Vielen Dank im Voraus.

mit freundlichen Grüßen,

Alexander Vilsmaier

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Frage 1622
gestellt von: anonym
am: 28.02.2019
Thema: Konformitätserklärung Sammelerklärung

Hallo zusammen,

wir produzieren eine große Vielfalt an verschiedenen Geräten, die nur der EMV Richtlinie unterliegen. Diese Geräte werden auch alle nach dem gleichen Normenkreis geprüft.

Ist es möglich, für diese Produkte eine Sammelerklärung auszustellen?

Laut Blue Guide müssen ja alle Richtlinien für ein bestimmtes Gerät in einer Erklärung zusammengefasst werden. Dass auch andere Produkte in der Erklärung mit aufgeführt werden, wird meines Wissens nach nicht explizit gefordert.

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Frage 1621
gestellt von: Steffen Wolf
am: 26.02.2019
Thema: Konformität

Guten Tag

Ich habe eine Frage zur Konformität und Risikobeurteilung.
Wenn ich eine wesentliche Veränderung an einer von mir nicht hergestellten Maschine vornehme und eine neue Risikobeurteilung erstellen muss,reicht es dann aus nur die wesentliche Veränderung zu beurteilen und kann ich die bestehende Risikobeurteilung für den Rest der Maschine vom ursprünglichen Hersteller übernehmen?

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Frage 1620
gestellt von: Techniker Team
am: 21.02.2019
Thema: CE-Kennzeichnung Hydraulik

Guten Tag,

wir sind angehende Maschinenbautechniker und machen gerade unsere Praktische Abschlussprüfung. Dabei kam die Frage auf, ob bei einer Hydraulikpresse mit Handpumpe eine CE-Kennzeichnung erforderlich ist. Wenn Ja, in welchem Umfang muss diese geschehen und wo kann man sich Informationen dazu beschaffen?

Mit freundlichen Grüßen

Das Techniker Team

Antwort von: Marcus Vogelsang

Hallo liebes Techniker Team,

bitte Definition "Maschine" in der Maschinenrichtlinie/2006/42/EG Art.2 a genau lesen.

Kurz gesagt: Ja, ein CE ist erforderlich.
Ein Bestandteil der CE-Konformitätserklärung ist unter anderem eine Risikobeurteilung in vollem Umfang.

Informationen rund um CE ist in der Maschinenrichtlinie/2006/42/EG zu finden. Damit lassen sich viele Seiten der Projektdokumentation füllen ;-)

Viel Erfolg und gutes Gelingen.

Antwort von: Roman Preis

Liebe Forum-Teilnehmer,

der Leitfaden zur Maschinenrichtlinie kommentiert Art. 2a folgendermaßen:

"Die beweglichen Teile von Maschinen, die in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie fallen, müssen von einer anderen Energiequelle als der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft angetrieben werden.
Maschinen, die von der unmittelbar eingesetzten menschlichen oder tierischen Kraft angetrieben werden, beispielsweise von Hand geschobene Rasenmäher, manuell angetriebene Bohrmaschinen oder von Hand geschobene Transportkarren, die aufhören zu funktionieren, sobald die manuelle Kraft nicht mehr einwirkt, fallen nicht in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie. Die
einzige Ausnahme von dieser Grundregel betrifft Hebezeuge.
Andererseits ist die Maschinenrichtlinie auf Maschinen anzuwenden, wenn die manuelle Krafteinwirkung nicht direkt einwirkt, sondern gespeichert wird, beispielsweise in Federn oder in hydraulischen oder pneumatischen Speichern, sodass die Maschine nachdem die manuelle Krafteinwirkung aufgehört hat weiterhin funktionieren kann."

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1619
gestellt von: M. Meier
am: 19.02.2019
Thema: Konformitäts- und Einbauerklärungen

Guten Tag,

Ich arbeite im Galvanikanlagenbau.
Ist folgende Vorgehensweise korrekt?

Prozessbehälter mit einer motorangetriebenen Mechanik für eine Warenbewegung.
= Konformitätserklärung und CE Kennzeichnung

Deckenfahrwagen zum vertikalen Heben und horizontalem Verfahren der Ware von Behälter zu Behälter. ( Steuerung über Schaltschrank + Bedienpult, Steuerungseinheit im Schaltkasten am Fahrwagen)
= Einbauerklärung KEINE CE Kennzeichnung.

Konformitätsbewertung der Gesamtanlage, wo sich u.a. auch der Deckentransportwagen mit drin befindet
= Konformitätserklärung und CE Kennung der Gesamtanlage

Bei Lieferung von Ersatzteilen wie Motoren (Zukaufteil)
= keine Betriebsanleitung und Konformitätserklärung des Motorenherstellers mitliefern.

Bei Lieferung von Ersatzteilen wie Motoren (Zukaufteil), welche vom Typ her etwas abweichen, da es eine neuere Variante des Motors gibt
= keine Betriebsanleitung und Konformitätserklärung des Motorenherstellers mitliefern.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße

M.Meier

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Frage 1618
gestellt von: Frank Peschke
am: 17.02.2019
Thema: CE-Kennzeichen entfernt

Frage: Was passiert, wenn ein Wettbewerber an einer von mir ausgelieferten und mit dem CE Kennzeichen versehenen Maschine das CE Kennzeichen entfernt?

Antwort noch ausstehend

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Frage 1617
gestellt von: SP, Fockbeck
am: 17.02.2019
Thema: Kann die EMV Richtlinienkonformität für einen 19" Schrank, ausgestattet mit CE konformen Geräten, mit den Einzelgeräte-Herstellerzertifikaten begründet werden ?

Frage: Ich möchte einen 19" Schrank mit unterschiedlichen Komponenten bestücken, verkabeln und mit einem Netzanschluss unter einer Bestellnummer verkaufen.

Im Wesentlichen werden in diesem Schrank namhafte Messgeräte und IT-Netzwerkgeräte verbaut, die alle für sich ein CE Zeichen besitzen. Jedoch sind diese CE Zeichen der unterschiedlichen Hersteller mit unterschiedlichsten Normverweisen (speziell der Anteil EMV) bestückt. Das wiederum macht die Angabe der speziellen Normen unter den angewendeten Richtlinien in der übergeordneten Konformitätserklärung für mein "Produkt" ohne Neu-Einmessung nahezu unmöglich.

Abstrakt gesehen ist der 19" Schrank mit dem Anschlusskabel und den verbauten Steckdosen und vielleicht einem Hauptschalter mit Sicherungen eine passive E-Installation, wie sie auch in der Haustechnik vorkommt. Vergleichbar mit einem Schreibtisch, an dem abgesicherte Vielfachsteckdosen die Spannungsversorgung übernehmen und die Tischfläche die Geräte aufnimmt.

Dazu habe ich folgende Frage:
Reicht es nun, die CE Konformität zu erklären, indem ich nur wie folgt die Nachweise erbringe:
* Richtlinie 2011/65/EU (RoHS) über die Summe der Herstellerzertifikate und einer eigenen tabellarischen Stücklistenprüfung (Kabel, Hauptschalter, Sicherung, Steckdosen, Kleinmaterial)

* Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannung) mit Risikoanalyse, Nachweis des Einsatzes zertifizierter Komponenten (harmonisierte Leitungen, zugelassene Schalter & Sicherungen, ...), abschließend mit dem Nachweis der el. Sicherheit über eine VDE701 Prüfung an einer Type

* Richtlinie 2014/30/EU nur über die Summe der Herstellerzertifikate mit der Annahme, dass ein Anschluss an die fachgerecht hergestellte Installationstechnik (Steckdosen, Netzwerk) der bestimmungsgemäße Einsatz dieser Geräte ist und keine Neu-Einmessung erfordert?

Vielen Dank für Ihre Antwort,

MfG,

SP

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Frage 1616
gestellt von: Mathias
am: 13.02.2019
Thema: Fremdhersteller, verlängerte Werkbank

Guten Tag,

wir sind ein Unternehmen mit mehreren Standorten in Europa. Wir sind ein Tochterunternehmen in Deutschland mit Hauptsitz in Österreich.
Jetzt kann es vorkommen, dass wir Maschinen nach Vorgabe (Zeichnungen) im Tochternunternehmen fertigen.
Meine Frage ist nun, welche Unterlagen hier mitgegeben werden müssen bzw. wer der Hersteller dieser Maschinen ist? BA, Konf. +CE von welchem Unternehmen?
Ich könnte mir vorstellen, dass dies grundlegend mit dem Qualitätsmanagementsystem zu tun hat und der CE Prozess damit untrennbar verknüpft ist.

Für uns praktischer wäre natürlich die Beigabe der Unterlagen vom Hauptsitz aber wir möchten hier mindestens die "Rechtssicherheit" prüfen. Aktuell sehen wir uns als "Fremdhersteller"/Verlängerte Werkbank.

Danke.

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag Mathias,

der Hersteller ist derjenige, der sich in den Unterlagen und auf der Maschine (z.B. Typschild) als Hersteller ausgibt. Beispielsweise kann das Hauptunternehmen der Hersteller sein und das Tochterunternehmen im Auftrag (in Bevollmächtigung) des Hauptunternehmens Teile des Konformitätsbewertungsverfahrens erledigen.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1615
gestellt von: Marc Winkler
am: 12.02.2019
Thema: CE-Konformitätserklärung

Sehr geehrte Damen und Herren,

aktuell fordert ein Kunde von uns nachträglich die Konformitätserklärung und somit die CE - Kennzeichnung auf einen kleinen Schaltkasten, welcher nach seinen Wünschen gebaut wurde und teilweise seine Wunschkomponenten projektiert wurden.
Wer ist nur der Verantwortliche für die Konformitätserklärung?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Marc Winkler

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Winkler,

verantwortlich ist derjenige, der sich als Hersteller auf dem Produkt kenntlich macht. Der Hersteller kann aber auch Teile des Konformitätsbewertungsverfahrens oder das gesamte Konformitätsbewertungsverfahren durch andere Personen durchführen lassen.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1614
gestellt von: Siegfried Beckert
am: 08.02.2019
Thema: CE-Konformität für Fertigungsanlagen bestehend aus Verkettung von Maschinen mit separater CE-Konformität

Frage: Mit unserer Hilfe wurde eine Fertigungsanlage bestehend aus einzelenen Maschinen, die die CE-Konformität besitzen installiert. Ist es notwendig diese Gesamtanlage zu Zertifizieren (CE)?

MfG S.Beckert

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Beckert,

dies ist vor allem davon abhängig, ob zwischen den Maschinen sicherheitsrelevante Verknüpfungen bestehen. In der Regel ist dies beispielsweise gegeben, wenn die Maschinen gemeinsame Umhausungen haben.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1613
gestellt von: Lüder Mosler
am: 31.01.2019
Thema: CE-Zetifizeirung Audio-Kabel

Sehr geehrter Herr Preis,

ich erstelle auf Kundenwunsch hochwertige Cinch-Audio-Kabel. Ist neben der RoHS-konformität auch eine EMV-Prüfung erforderlich um das Produkt CE zu kennzeichnen? Welche Schritte sind erforderlich?
Danke und freundliche Grüße

Lüder Mosler

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Mosler,

zu Kabeln gibt es einige Normen, deren Anforderungen zu erfüllen sind, vor allem seitens der Niederspannungsrichtlinie. Teilweise werden auch die EMV-Anforderungen darin mit berücksichtigt. Es ist ein Konformitätsbewertungsverfahren durchzuführen, bei dem die relevanten Normen recherchier werden müssen. Weiterhin ist eine Risikoanlyse und Benutzerinformation zu erstellen.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1612
gestellt von: Thomas Kuhlmann
am: 30.01.2019
Thema: CE Kennzeichnung Datenblatt Kaufteile

Hallo

Ich möchte einen Prüfstand bauen, der ein CE Kennzeichen bekommen soll.
Dafür muss ich einige Teile zukaufen. Genauer einen Servomotor und Sensoren die ein CE Zeichen besitzen. Ich möchte meinen Prüfstand bei -40°C betreiben. In den Datenblättern des Servomotors und der Sensoren ist eine mindesttemperatur von -20°C eingetragen. Heißt das, dass die verwendeten Sensoren und der Motor nur eine CE Zulassung in diesem Bereich haben?(geh ich mal von aus) Heißt das, dass mein Prüfstand keine CE Zulassung erhalten würde wenn ich diese Komponenten verbaue?

Antwort von: Roman Preis

Hallo Herr Kuhlmann,

wenn die die Sensoren und der Servomotor sicherheitsrelevante Funktionen ausführen, können diese nicht ohne weiteres verwendet werden. Es könnten in diesem Fall beispielsweise zusätzliche Überwachungsfunktionen gegen Ausfall der Bauteile erforderlich sein.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1611
gestellt von: Gunther Hase, Jena
am: 30.01.2019
Thema: Erhalt der CE Kennzeichnung

Guten Tag,

in einer bestehenden Anlage wurden Abrissarbeiten durchgeführt und einige Teile neu installiert. Verliert diese Anlage die CE Zertifizierung durch die Abrissarbeiten oder durch die neu eingebrachten Anlagenteile ?
Weiterhin wurde eine neue Anlage aufgebaut, die eine CE Zertifizierung aufweist, aber Schnittstellen zur Altanlage hat.
Ist es möglich, eine Gesamt CE über eine Schnittstellenbewertung zu erstellen ?
Vielen Dank.

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag Herr Hase,

wenn zusätzliche Anlagenteile in eine Anlage integriert werden, ist dies in der Regel eine Wesentliche Veränderung der Anlage. Das bedeutet, dass die bestehende CE-Kennzeichnung ihre Gültigkeit verliert und aktualisiert werden muss.
Die Schnittstellen zur neuen Anlage können und sollten in dieser Aktualisierung berücksichtigt werden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1610
gestellt von: Meka
am: 29.01.2019
Thema: Umbau von Maschinen

Sehr geehrter Herr Preis,

wir sollen eine bestehende Anlage (Bj.2004) umbauen.
Es sollen die alten Roboter gegen neue Roboter ausgetauscht werden.
Ebenso soll die komplette Elektrik (inkl. Steuerung) und die komplette Pneumatik der Anlage ausgetauscht werden.
Die bestehende Schutzeinhausung inkl. Türschutzschalter sollen aber bestehen bleiben.
Unser Kunde ist der Meinung, dass es sich hier um keine “Wesentliche Änderung“ handelt, da nur die oben genannten Komponenten austauscht werden. Wir als AN sehen dies nicht so, da wir nicht die einzelnen Komponenten sehen sondern die Gesamtheit der Komponenten welche ausgetauscht werden sollen. Also eine „Wesentliche Änderung“?

Besten Dank für Ihren Rat und viele Grüße!

MIt freundlichen Grüßen

Meka

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte(r) Herr/Frau Meka,

wenn das Sicherheitskonzept bestehen bleibt, kann man die Meinung durchaus vertreten, dass keine wesentliche Veränderung durchgeführt wurde. Es muss eben sichergestellt werden, dass die neuen Komponenten und die Steuerung nach den aktuellen Vorschriften in die Anlage integriert werden. Die Unterlagen (Risikobeurteilung und Betriebsanleitung der Anlage) müssen auf den aktuellen Stand angepasst werden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1609
gestellt von: Michael Müller
am: 29.01.2019
Thema: CE-Kennezeichnung für firmeninterne SPS-Software

Frage: Für die Automatisierung im eigenen Hause (keine Medizin) kaufen wir SPS (Speicherprogrammierbare Steuerungen) ohne Software ein und programmieren diese selbst, um die Maschinen entsprechend zu steuern. Die Maschinen selbst baut eine externe Firma ein. Für die Abnahme der Gesamtanlage muss die CE-Konformität nachgewiesen werden. Für die einzelnen Komponenten(Hardware) liegen diese auch vor. Muss die Software, die alles steuert und aus dem eigenen Hause kommt auch diese CE-Kennzeichnung haben? Wenn ja, in welcher Form und nach welcher Vorschrift?

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Müller,

für Software alleine ist die CE-Kennzeichnung nicht vorgesehen und erlaubt.
Wenn die Software sicherheitsbezogene Funktionen steuert, müssen diese im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens für die Maschine oder Anlage berücksichtigt werden. In der CE-Kennzeichnung der Anlage ist dann die Sicherheit der Software enthalten.
Der Hersteller der Anlage muss eine Risikobeurteilung erstellen in der die erforderlichen Sicherheitsfunktionen betrachtet werden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1608
gestellt von: Müller
am: 16.01.2019
Thema: Betriebsartenwahl

Frage: Ich hätte eine inhaltliche Frage zur Maschinenrichtlinie:

Ist der Betriebsartenwahl-Schalter nach Anhang I, Kapitel 1.2.5, Absatz 2 oder die „andere Wahleinrichtung“, die „die Nutzung der Funktion der Maschine auf bestimmte Personenkreise beschränkt“ nach Anhang I, Kapitel 1.2.5, Abschnitt 3, eine sicherheitsgerichtete Funktion, wenn sie durch technische Maßnahmen (z.B. einen Schlüsselschalter) umgesetzt wurde?

Sollte es eine Sicherheitsfunktion sein, müsste diese dann nach DIN EN ISO 13849 aufgebaut und mit einem Performace-Level bewertet werden?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Müller,

in der Regel werden durch den Betriebsarten-Wahlschalter die regulären Sicherheitseinrichtungen (z.B. Schutztüren) außerbetrieb gesetzt und stattdessen andere Sicherheitsfunktionen aktiviert, z.B. Tippbetrieb in Verbindung mit reduzierter Geschwindigkeit. Daher ist der Betriebsarten-Wahlschalter (Schlüsselschalter) in der Regel eine sicherheitsgerichtete Funktion und muss nach EN 13849 bewertet werden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1607
gestellt von: Pascal Rüdinger
am: 16.01.2019
Thema: Wakeboard Winde - CE-Kennzeichnung

Guten Tag,

wir haben einen Prototyp einer Wakeboard Winde entworfen und gebaut. Diese verfügt über einen Benzin Industriemotor (CE vorhanden) und einer, über eine Kette angetriebene Trommel mit 300m Seil und soll einen Wakeboard- oder Wasserskifahrer z.B. über ein See ziehen. Der Motor verfügt über einen Notaus und weitere Sicherheitseinrichtungen. Dennoch bleibt das Wakeboardfahren an einer Winde gefährlich und gilt als Risikosport.

Nun überlegen wir die Winde in Kleinserie zu fertigen und zu vertreiben.
Natürlich würden wir eine ausführliche Bedienungsanleitung mit allen Warnhinweisen erstellen. Allerdings gehe ich davon aus dass das in Verbindung mit der CE des Motors nicht ausreicht.

Gibt es grundsätzlich die Möglichkeit mit den Kunden einen Haftungsausschluss zu vereinbaren da die Winde trotz alles Sicherheitseinrichtungen ein hohes Verletzungspotential bietet? (Benutzung auf eigene Gefahr)

Wäre es eine Alternative die Winde in vormontierte Baugruppen zu unterteilen und als Bausatz zu vertreiben?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Pascal Rüdinger

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag Herr Rüdinger,

nein, ein Haftungsausschluss kann nicht vereinbart werden. Wenn Sie als Hersteller das Konformitätsbewertungsverfahren nicht, oder nicht gänzlich durchführen möchten, können Sie hierzu Personen bzw. Firmen beauftragen.
Auch wenn Sie die Winde als Bausatz vertreiben, ändert sich daran nichts. Auch Bausätze unterliegen der CE-Pflicht.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1606
gestellt von: Simon Schmitzer
am: 16.01.2019
Thema: Pflichten von Lieferanten von Komponenten für CE kennzeichnungspflichtige Produkte

Frage: Wir stellen Komponenten her, die in CE-kennzeichnungspflichtigen Produkten verbaut werden. Die Komponenten selbst sind nicht CE-kennzeichnungspflichtig. Nach dem Einbau der Komponenten bleibt unser Logo auf der Komponente.
Welche Pflichten bzgl. technischer Dokumentation haben wir gegenüber dem Hersteller des CE-kennzeichnungspflichtig Produkts? Muss unsere Bedienungsanleitung CE-konform sein?

Besten Dank für Ihren Rat und viele Grüße!

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Schmitzer,

Ihre Bedienungsanleitung muss nicht unbedingt CE-konform sein, sie muss aber den anerkannten Regeln bzw. dem Produktsicherheitsgesetz entsprechen. Dies bedeutet in der Regel, dass z.B. die Anforderungen aus EN 82079-1 "Erstellen von Gebrauchsanleitungen - Gliederung, Inhalt und Darstellung – Teil 1: Allgemeine Grundsätze und ausführliche Anforderungen" sowie die Anforderungen aus den Produktnormen für Ihr Produkt eingehalten werden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1605
gestellt von: Robert Wimmer
am: 14.01.2019
Thema: Mögliche Ausschlüsse zu Risikobeurteilung und CE-Erklärung

Frage: Für einen namhaften Hersteller von Textilien für Outdoor- Bekleidung, sollen wir eine Produktionsanlage umbauen. Bei diesem Umbau werden diverse Apparate gegen einen Roboter mit unterschiedlichen Funktion getauscht.
Seitens Kunden besteht die Forderung, für diese Anlage aufgrund der wesentlichen Änderung, eine neue Risikobewertung durchzuführen und ein neues CE zu erstellen.
Für elektrische und mechanische Gefährdungen ist dieses durchaus möglich.
Seitens eingesetzte Medien ist bekannt, dass dieses unter bestimmten Umständen giftig, entzündlich oder explosiv sein können. Aufgrund Produkt- und Patentschutz stehen uns diese Mediendaten nicht zur Verfügung.
Können wir aufgrund fehlende Kundeninformation, Gefährdungen von der Risikobewertung ausschließen. Können auf die Risikobewertung im Rahmen der BetrSichV verweisen.
Dürfen wir überhaupt ein CE stellen oder sind wir gezwungen den Weg einer unvollständigen Maschine zu gehen?

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Wimmer,

auch wenn die Medien unter Patentschutz stehen, muss der Hersteller hierfür Gefahrstoffinformationen liefern. Ansonsten dürfen die Produkte nicht verwendet werden.
Auch der Weg, die Anlage als unvollständige Maschine zu deklarieren, ist im Grunde genommen nicht der richtige Weg, denn allein aufgrund dessen, dass Schutzeinrichtungen fehlen, sollte eine fertige Maschine nicht als unvollständige Maschine deklariert werden, siehe Leitfaden zur Maschinenrichtlinie.

Beste Grüße

Roman Preis

Antwort von: Steven Nießner

Maschinen, die für sich genommen ihre bestimmte Anwendung ausführen können
und bei denen lediglich die erforderliche Schutzeinrichtung oder
Sicherheitsbauteile fehlen, gelten nicht als unvollständige Maschinen."
dementsprechend würde ich interpretieren, wenn nur Schutzeinrichtungen fehlen, darf es nicht in Verkehr gebracht werden, auch nicht als unvollständige Maschine.

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte Forum-Teilnehmer,

der neue Leitfaden, der allerdings momentan nur in Englisch vorliegt, ergänzt an dieser Stelle, dass in den Fällen, bei denen lediglich die Schutzeinrichtungen fehlen, die Konformität vom Hersteller dann bescheinigt werden soll, wenn die Schutzeinrichtungen angebracht wurden.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1604
gestellt von: anonym
am: 12.01.2019
Thema: Steuerungsbaukasten CE-Kennzeichnung

Hallo,

wir würden gerne einen Baukasten für eine Steuerung anbieten. Das Netzteil muss logischerweise eine CE Kennzeichnung besitzen. Meine Frage ist: Wie sieht es mit den anderen elektronischen Bauteilen/Platinen o.ä. aus? Spannung ist max. 24 V. Benötigt man generell für gelötete Baugruppen eine ROHs Zertifizierung?

Viele Grüße

Antwort von: Roman Preis

Hallo,

ja, für gelötete Baugruppen wird die CE-Kennzeichnung nach der RoHS-Richtlinie benötigt, es sei denn, die Baugruppe wird in ein Gerät/eine Maschine eingebaut, das/die von der RoHS ausgenommen ist. Hierzu zählen beispielsweise große Maschinen und Anlagen.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1603
gestellt von: Hans-Dieter Teuteberg
am: 05.01.2019
Thema: Elektronik Haushalts-Kleingeräte

Hallo Alle!

Ich stelle in kleinen Serien Geräte her, die zur Herstellung von Kolloidalem Silber dienen. (Kolloidales Silber wird z.B. zum Besprühen von Pflanzen oder zur Keimabtötung allgemein verwandt)

Ich habe bereits für 2 einander ähnliche Geräte die Konformitätserklärungen von einem Fachunternehmen erstellen lassen.

Ich suche über diesen Weg ein kleines Ingenieurbüro oder auch einen freiberuflich arbeitenden Ingenier, der bei neuen, weiteren Geräten dieser Art, auf Basis der bereits vorhandenen, weitere CE-Konformitätserklärungen erstellen oder auch nur beratend für mich tätig sein kann.

Vielleicht noch erwähnenswert: Oft ändert sich an den Geräten nur der Produktname und das Gehäuse, manmal auch geringe Änderungen an der Schaltung und dem Platinenlayout. Die Schaltungen sind nicht kritisch hinsichtlich Hochfrequenzabstrahlung. Sie arbeiten an herkömmlichen Steckernetzteilen mit 5, 12 oder 48 Volt. Die Größe ist vergleichsweise Zigarettenschachtelgroß. Es ist somit kein Riesen-Messaufbau notwendig.

Antwort noch ausstehend

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Frage 1602
gestellt von: Felix Salomon
am: 20.12.2018
Thema: Sicherheitsrelvante Wartungshinweise in OEm Dokumentation

Guten Tag Herr Preis,

bei einigen Zukaufteilen, die wir in den von uns hergestelltenund verkauften Maschinen einsetzen, befinden sich Wartungshinweise. Konkret zB bei einer Bremse:
"Austausch nach spätestens 6 jahren, um die Sicherheitsfunktion zu gewährleisten". Hierzu kamen folgende Fragen auf:

1.) Reicht es aus, dem Endkunden pauschal vorzuschreiben, etwaige Wartungshinweise aus der (mitgelieferten) OEM Dokumentation zu beachten, ohne jeden Einzelfall aufzulisten?

2.) Oder sind wir verpflichtet, diese Hinweise in unsere eigene Maschinendokumentation, die wir für den Endkunden schreiben, zu übernehmen oder zumindest konkret darauf zu verweisen?

3.) Falls 2.) zutrifft, wo ist dann die Grenze? Im Extremfalls würden wir dann ja hunderte von Wartungshinweisen kopieren bzw. darauf verweisen ... oder kann man hier unterscheiden zwischen Sicherheitsrelevanten und "normalen" Wartungshinweisen?

4.) Wenn man auf die Dokumentation des Herstellers verweist: wie sieht es dann mit der Sprache der OEM Dokumentation aus? In diesem Fall muss diese dann vermutlich auch zwingend in der Sprache des Verwenderlandes vorliegen?

Vielen Dank und schöne Feiertage
F. Salomon

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag Herr Salomon,

wichtige Sicherheits- und Warnhinweise müssen aus der Zulieferdokumentation in die Betriebsanleitung des Endprodukts integriert werden. Dies lässt sich beispielsweise aus dem DIN-Fachbericht 146: "Technische Produktdokumentation - Betriebsanleitungen für Anlagen - Leitlinie für die Zusammenfassung von Informationen aus Betriebsanleitungen von Komponenten" ableiten.
Ähnlich verhält es sich bei wartungsrelevanten Informationen.
Da, wo die Zulieferdokumentation die Betriebsanleitung des Endprodukts ergänzt, ist die Dokumentation in der Sprache des Verwenderlandes zu liefern.

Beste Grüße

Roman Preis

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Frage 1601
gestellt von: anonym
am: 10.12.2018
Thema: CE-Kennzeichnung für eine Versuchsanlage notwendig?

Frage: Ich habe, zusammen mit einem Kollegen, ein Startup gegründet das sich mit der Anwendung eines 3D-Druckverfahrens für eine spezifische neue Anwendung befasst.

Dafür wollen wir aus Komponenten, die käuflich zu erwerben sind und jeweils für sich eine CE-Kennzeichnung tragen, eine Versuchsanlage aufbauen.
Mit dieser Anlage wollen wir lediglich die Technologie entwickeln und Prototypen bzw. Technologiedemonstratoren herstellen.
Eine Fertigung von Bauteilen für Kunden ist auf dieser Anlage ausdrücklich nicht vorgesehen.

Laut Richtlinie 2006/42/EG Artikel 1 Absatz 2h des Europäischen Parlaments sind Anlagen für Forschungszwecke von einer CE-Kennzeichnung ausgenommen.

Wäre dieser Artikel auf unsere Situation anwendbar oder benötigen wir für die Gesamtanlage eine CE-Konformitätsprüfung?

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

wenn die Anlage nur zur vorübergehenden Verwendung vorgesehen ist, kann Artikel 1 Absatz 2h aus der Maschinenrichtlinie angewandt werden.
Es darf hierbei allerdings nicht vergessen werden, dass bei gewerblichen Tätigkeiten die Betriebssicherheitsverordnung gilt, so dass es trotzdem erforderlich ist, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Beste Grüße

Roman Preis

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