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Frage 1922
gestellt von: Thorsten Hofer
am: 29.09.2022
Thema: Anschrift und Angaben auf dem Typenschild / Hersteller in den USA

Guten Tag,

ein Kunde den wir beraten hat eine Maschine bei einem weltweit tätigen Konzern gekauft. Genauer gesagt, ein in der Gemeinschaft ansässiger Zweig des o.g. Konzerns hat die Maschine importiert und an unseren Kunden verkauft.
Die Maschine wurde in den USA gebaut und hat ein Typenschild auf dem lediglich die Seriennummer, die Anschrift des Herstellers in den USA und ein paar technische Daten zur Maschine angegeben sind. (Baujahr und Bezeichnung der Maschine sind nicht angegeben)
Auf dem separaten, zur Maschine gehörenden Schaltschrank sind ein Aufkleber mit Bezeichnung, Modellnummer und Herstellungsdatum der Maschine sowie ein weiterer Aufkleber mit dem CE-Zeichen angebracht.

Frage 1: reicht die amerikanische Anschrift auf dem Typenschild oder muss die Herstelleranschrift eine Anschrift in der Gemeinschaft sein?

Frage 2: Dürfen die von der MRL geforderten Angaben zur Kennzeichnung der Maschine (Anhang 1, 1.7.3.) an verschiedenen Stellen der Maschine angebracht sein?

Danke im Voraus und viele Grüße,

Thorsten Hofer

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Frage 1921
gestellt von: T. Wernicke
am: 19.09.2022
Thema: CE-Kennzeichnung bei geprüften Bauteilen in eigenem Gehäuse

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir planen für unsere Partnerkinos einen Selbstbedienungsscanner zu entwickeln. Alle verbauten Komponenten (Amazon-Fire-Tablet, Newland-Scanner, USB-Hub etc.) sind CE zertifiziert. Sie werden mit den mitgelieferten USB-Kabeln verbunden und über das mitgelieferte Netzteil des Tablets mit Strom versorgt.
Damit es vor Zugriff der Kunden geschützt ist und an einer Wand oder einem Standfuß montiert werden kann, möchten wir dafür ein Gehäuse entwickeln. Es besteht aus einem Alu-Blechbiegeteil und 2 Seitenteilen aus Holz sowie einer Wandhalterung.
Ist durch die Integration in ein Gehäuse eine Prüfung/Zertifizierung notwendig? Kann dies umgangen werden, wenn die Komponenten einzeln ausgeliefert und durch die Kinos zusammengebaut werden?

Vielen Dank für Ihre Zeit
TW
kinoheld

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Frage 1920
gestellt von: Berens
am: 14.09.2022
Thema: UKCA und UKNI Kennzeichnungspflicht in UK

Hallo Herr Preis,

bedingt durch den BREXIT können beim Inverkehrbringen von Produkten nach UK zukünftig nicht mehr die CE-Kennzeichnung auf Maschinen verwendet werden. Der Wissensstand der Lieferanten ist hierbei sehr unterschiedlich. Was muss zur Zeit bei der Lieferung einer Maschine nach UK alles beachtet werden und was ändert sich zum 01.01.2023?

1.) Inverkehrbringen von Produkten in GB

Müssen beide Zeichen (CE und UKCA) auf der Maschine angebracht sein, die bis zum 31.12.2022 in GB in Verkehr gebracht wird, und darf ab dem 01.01.2023 dann nur noch das UKCA Zeichen angebracht sein?

Produkte nach Nordirland müssen immer das CE Zeichen als auch das UKNI Zeichen haben. Gilt dies auch nach dem 01.01.2023?

2.) Kennzeichnungspflicht beim Transport

Für den Binnenmarkt ist weiterhin nur die CE Kennzeichnung gültig. Müssen beim Transport durch die EU nach UK beide Zeichen (CE und UKCA) auf der Maschine angebracht sein und muss das CE Zeichen bei Einfuhr in GB entfernt werden?

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Frage 1919
gestellt von: anonym
am: 08.09.2022
Thema: Sensorelement für Drucksensor

Guten Tag,

es handelt sich um zwei Bauteile zur Herstellung von Drucksenoren / Transmitter. Diese tragen keine CE Kennzeichnung und wurden von uns auch nicht als CE komponenten beschafft.

Die Zelle + lose PCB
Power Supply 11V~28V DC
Output 4mA~20mA DC (2-wire)
Nun kommt die Auffassung, dass der Inverkehrbringer diese kennzeichnen muss.
Wie ist hier die Lage CE Ja / Nein
Vielen Dank.

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Frage 1918
gestellt von: anonym
am: 05.09.2022
Thema: Sicherheitsanforderungen an Maschinen im Showroom

Guten Tag,

wir sind Hersteller von Industrierobotern. In unserem Showroom sind für Kundenpräsentationen Roboter ausgestellt, teilweise auch mit Endeffektor und Peripherie. Gelten für diese dieselben Sicherheitsanforderungen, wie wenn sie in einer Produktionshalle in den Produktionsprozess eingebunden sind? Sprich CE-Kennzeichnung, Schutzeinrichtungen alle aktiv,...
Oder kann durch die erheblich geringere Benutzung und durch die Anwesenheit von geschultem Personal, argumentiert werden....
Muss der Showroom zu jeder Zeit für unbefugte Personen unzugänglich sein?
In wieweit können Schilder, die die Benutzung verbieten hier ausreichen?

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Frage 1917
gestellt von: Ramona
am: 01.09.2022
Thema: Anwendung Maschinen- (2006/42/EG) und Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) bei unvollständigen Maschinen

Sehr geehrter Herr Preis,

mir stellen sich einige Fragen in Bezug auf die Anwendung der Maschinen- (2006/42/EG) und der Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU).

Wir haben einen Kettenantrieb (für Fenster), welcher mit 230 V AC betrieben wird.
Es wird nur der Motor vertrieben und er wird erst später durch unseren Kunden in Fenstern verbaut.
Demzufolge ist unser Kettenantrieb eine unvollständige Maschine und benötigt eine Einbauerklärung.
Der Antrieb unterliegt noch weiteren EU-Richtlinien (z.B. EMV, RoHS, WEEE) und erhält aufgrund dessen eine Konformitätserklärung.

Die Stromversorgung mit 230 V fällt jedoch unter die Spannungsgrenzen der Niederspannungsrichtlinie.
Meines Wissens nach darf die Niederspannungs- und Maschinenrichtlinie nicht auf demselben Dokument bzw. nicht parallel zu einem Produkt angegeben werden.

Mein angedachtes Vorgehen (in Bezug auf die Dokumentation) ist folgendes:

- Ausstellung einer Einbauerklärung nach 2006/42/EG
unter der Angabe der angewendeten Norm EN 60335-2-103
und unter der Angabe der weiteren angewendeten EU-Richtlinien wie z.B. EMV, RoHS, WEEE, ?
(jedoch NICHT die Niederspannungsrichtlinie)
- Ausstellung einer Konformitätserklärung
unter Angabe der angewendeten EU-Richtlinien wie z.B. EMV, RoHS, WEEE
(auch hier KEINE Niederspannungsrichtlinie)
und unter Angabe der jeweiligen angewendeten Normen zu den o.g. EU-Richtlinien
(jedoch nicht die EN 60335-2-103, da unvollständige Maschine)


1) Stimmen Sie meinem Vorgehen so zu?
2) Sehe ich es richtig, dass ich dennoch die Niederspannungsrichtlinie anwenden und einhalten muss?
3) Kann/muss ich die angewendeten Normen der Niederspannungsrichtlinie auf der EU-Konformitätserklärung notieren?
Wenn ja, unter die Rubrik "harmonisierte Normen" oder unter die Rubrik "sonstige technische Normen/Spezifikationen"?


Vielen Danke bereits jetzt für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüße

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Frage 1916
gestellt von: O. Van
am: 31.08.2022
Thema: Fräsmaschine mit Spindelmotor CE-Kennzeichnung

Guten Tag.

Es geht um eine Portalfräsmaschine mit CE-Kennzeichen in einer offenen Lehrwerkstatt, die auf einem Rollwagen transportierbar ist. An der Portalfräse ist ein Spindelmotor mit CE-Kennzeichen montiert. Meine Frage ist: Benötigt diese Anlage eine neue CE-Kennzeichnung für die gesamte Anlage oder reichen hier die Sicherheitsmaßnahmen aus den Richtlinien und Normen aufgrund des Arbeitsschutzes aus?

Beste Grüße

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Frage 1915
gestellt von: anonym
am: 29.08.2022
Thema: Einbauerklärung für einen Schrank mit Pneumatikbauteilen

Hallo Herr Preis,

wir fertigen für einen Kunden einen kleinen Schrank mit Pneumatikbauteilen (Magnetventile, Druckminderer, Drucksensor und einige Rohrleitungen mit kleinem Durchmesser). Der Kunde verwendet diesen Schrank, um damit Druckluft aus einem Verdichter weiter zu verteilen. Wir haben nichts mit der Steuerung oder weiteren Teilen der Anlage zu tun. Müssen wir für den Pneumatikschrank eine Einbauerklärung ausstellen?

Vielen Dank für die Antwort.

Antwort von: Helmut Kuntz

Wenn man im Thema Maschinenbau, auch nur als Zulieferer oder Fertiger tätig ist, "lohnt" es sich, selbst ein wenig Basiswissen anzueignen.
In dem Fall, die vielen Beantwortungen ähnlicher Fragestellungen im Board nachzulesen, aber auch etwas zum Thema zu googeln.
Es gibt beispielsweise eine kostenlose Schrift im WEB vom ZVEI, in der wirklich alles dazu erklärt ist:
ZVEI-Position Inverkehrbringen und CE-Kennzeichnung von Schaltschränken für Maschinen.

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

nein, eine Einbauerklärung ist nicht erforderlich, jedoch müssen die Sicherheitsnormen, z.B. für Pneumatik und Elektrik, eingehalten werden.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1914
gestellt von: Hellrung
am: 19.08.2022
Thema: CE-Kennzeichnung von Spielzeug

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage und hoffe sehr, Sie können mir beim Thema Kinderspielzeug weiterhelfen.

Ich beabsichtige unter anderem Kletterbögen, Kletterdreiecke und Sprossenwände etc. von Herstellern zu verkaufen. Wenn ich das richtig verstehe, handelt es sich bei den Produkten um Spielzeug nach Norm 2009/48/EG (da es explizit für Kinder gedacht ist). Damit ist ja eine CE-Kennzeichnung Pflicht, oder? Wenn der Hersteller nun aber nirgends auf seinem Produkt die Kennzeichnung anbringt, darf ich sie doch auch nicht verkaufen, oder? Der Hersteller schreibt, er erfüllt alle Normen (Das Produkt entspricht den Bedingungen inbegriffen in: EN 71-1:2014+A1:2018; EN 71-3:2013+A3:2018; EN 71-8:2018), aber ohne CE Zeichnen reicht die Aussage alleine nicht aus? Ich möchte mich nicht strafbar machen, indem ich mit solcher Ware handle.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Freundliche Grüße

Antwort von: Helmut Kuntz

Die 2. ProdSV textet wie folgt:
Im Sinne dieser Verordnung
1. ist Aktivitätsspielzeug, ein Spielzeug zur Verwendung im Haushalt, dessen tragende Struktur während der Aktivität ortsfest bleibt und das für folgende Aktivitäten von Kindern bestimmt ist: Klettern, Springen, Schwingen, Rutschen, Schaukeln, Drehen, Kriechen oder Krabbeln oder eine Kombination dieser Tätigkeiten;
(2) Bevor ein Hersteller ein Spielzeug auf dem Markt bereitstellt, muss er die gemäß § 17 Absatz 1
erforderlichen technischen Unterlagen erstellen und das gemäß § 15 Absatz 2 und 3 anzuwendende Konformitätsbewertungsverfahren durchführen oder durchführen lassen. Wurde anhand dieses Verfahrens nachgewiesen, dass das Spielzeug den in Absatz 1 genannten geltenden Anforderungen entspricht, stellen die Hersteller die in § 12 genannte EG-Konformitätserklärung aus und bringen die CE-Kennzeichnung gemäß § 13 Absatz 2 und 3 an.
Pflichten der Händler
(1) Händler müssen die geltenden Anforderungen an die Vermarktung von Spielzeug mit der erforderlichen Sorgfalt berücksichtigen, wenn sie Spielzeug auf dem Markt bereitstellen.
(2) Bevor sie ein Spielzeug auf dem Markt bereitstellen, haben die Händler zu überprüfen, ob
1. das Spielzeug mit der erforderlichen Konformitätskennzeichnung versehen ist,
2. dem Spielzeug die erforderlichen Unterlagen sowie die Gebrauchsanleitung und Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sind und
3. der Hersteller und der Einführer die Anforderungen von § 4 Absatz 1 und 2 sowie von § 6 Absatz 5 Satz 2 erfüllt haben.
Für konstruktives Spielzeug würde ich unbedingt auf einem GS-Zeichen bestehen.
Wenn mit Kindern etwas passiert, ist die Hölle los. GS schützt nicht unbedingt davor, "entlastet" aber.

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Frage 1913
gestellt von: anonym
am: 15.08.2022
Thema: Zwecktauglichkeit von Lastaufnahmemitteln

Frage: Wir wollen als Hersteller Lastaufnahmemittel separat in den Verkehr bringen. Nach Punkt 4.1.3 der MRL muss der Hersteller die Zwecktauglichkeit durch eine Prüfung nachweisen. Diese Prüfung hat mit einer Überlast, dem sog. Prüfungskoeffizienten zu erfolgen, der für LAM bei 1,5 liegt.
Meine Frage ist nun, ob diese Prüfung tatsächlich als "echte" Prüfung stattfinden muss. Unsere LAM sind speziell für ein Bauteil konstruiert und können aufgrund ihrer Geometrie auch nur dies aufnehmen. Außerdem ist in der bestimmungsgemäßen Verwendung genau dieses Bauteil definiert. Natürlich können hier auch immer Überlasten auftreten (hängenbleiben etc.). Aber ich tue mich etwas schwer damit, diese Überlast zu simulieren. Gibt es hier vielleicht eher einen Weg, stattdessen anhand einer Simulation oder Berechnungen die statische und dynamische Sicherheit nachzuweisen? Wie müsste das dann aussehen?

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Frage 1912
gestellt von: Julia Schwanner
am: 03.08.2022
Thema: Elektrifizierung von Möbeln

Hallo,

Im Zuge eines Studienprojekts arbeite ich an einem Waschtisch, bei dem die Schubladen mit Beleuchtung und Steckdosen versehen werden sollen.
Dafür würde ich gerne fertige Geräte zukaufen und verbauen. Die einzige "Änderung" an den Geräten wäre diese in einer Verteilerdose zusammenzuschließen um danach nur mit einem Kabel mit Schukostecker an die Spannungsversorgung des Gebäudes zu gehen.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob dann das gesamte Möbel eine CE-Kennzeichnung benötigt, oder ob es ausreicht, wenn die zugekauften Teile eine solche besitzen? Bzw. welche Möglichkeit gäbe es, ein Möbel zu elektrifizieren ohne eine zusätzliche CE-Prüfung nötig zu machen?

Ich hoffe ich habe alles verständlich beschrieben.

Vielen Dank für die Hilfe!

Antwort von: Helmut Kuntz

Wenn es sich nur um ein Studienprojekt handelt, würde ich es als „Messemuster“ bezeichnen, dazu einen Zettel anbringen“ dass dieses Musterstück nicht konform ist und eine Inverkehrbringung tunlichst vermeiden.
Eine Konformitätserklärung dafür richtig zusammenzustellen wäre ohne Vorkenntnisse nicht ganz so einfach, weil wegen der Beleuchtung auch Ökodesign für Leuchten zu beachten ist.
Schlimmer wäre aber, dass der elektrifizierte Waschtisch (bei einer Inverkehrbringung) eventuell unter das Elektrogesetz fallen kann (WEEE) und eine ear-Registrierung anstände. Da muss man sorgfältig auf die (auch für Laien leicht wieder entfernbare) Montage aller elektrischen Komponenten achten und auf gar keinen Fall ein unregistriertes Teil – und sei es auch nur eine kleine Kabelschelle - mit verbauen.
Darüber findet googl aber viel Info mit „umsetzung des elektrog bei möbeln mit elektrischen komponenten“

Antwort von: Roman Preis

Hallo Frau Schwanner,

als CE-pflichtige elektrifizierte Möbel im Sinne der Niederspannungsrichtlinie gelten Möbel, die zur Verwendung einen Netzanschluss benötigen. Die Nennspannung liegt zwischen 50 und 1000 V für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500 V für Gleichstrom. Es sind elektrifizierte Möbel eingeschlossen, deren Verbindung der im Möbel verbauten elektrischen Produkte mit dem Netz über z. B. ein extern befindliches Netzgerät hergestellt wird.

Wenn ein elektrisches, verwendungsfertiges Verbraucherprodukt in einem Möbel eingefügt wird, braucht nur dieses verbaute Produkt mit einer CE- Kennzeichnung versehen sein. Das Produkt muss vom Hersteller bestimmungsgemäß für den privaten Verbraucher vorgesehen sein. Es muss mit einfachem handwerklichem Geschick eingebracht werden können, so dass es also keiner spezifischen, fachlichen Kenntnisse bedarf und es darf sich daraus kein weiteres besonderes Risiko ergeben.
Die Einhaltung weiterer Richtlinien (z. B. EMV-RL), die eine CE- Kennzeichnung für dieses Produkt fordern, muss ebenfalls vorausgesetzt werden können.
Als verwendungsfertig gelten Produkte, wenn sie bestimmungsgemäß verwendet werden können, ohne dass weitere Teile eingefügt zu werden brauchen. Verwendungsfertig sind Produkte auch, wenn
a) alle Teile, aus denen sie zusammengesetzt werden sollen, zusammen von einer Person in den Verkehr gebracht werden,
b) sie nur noch aufgestellt oder angeschlossen zu werden brauchen oder
c) sie ohne die Teile in den Verkehr gebracht werden, die üblicherweise gesondert beschafft und bei der bestimmungsgemäßen Verwendung eingefügt werden.

Nicht verwendungsfertige Verbraucherprodukte sind z. B. Schalter und Steckvorrichtungen, deren Sicherheit erst nach dem ordnungsgemäßen Verbau in einem elektrischen Gerät sichergestellt wird (Einbauteile). Diese Bauteile sind regelmäßig nur durch umfangreiches Fachwissen und nicht durch den Laien verbaubar.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1911
gestellt von: Daniel Brünkmans
am: 28.07.2022
Thema: Etwaige Anwendbarkeit der 2011/65/EU RoHs-Richtlinie

Guten Tag Herr Preis,

ich habe eine Frage in Bezug auf die etwaige Anwendbarkeit der RoHS-Richtlinie (2011/65/EU) auf ein neues Produkt, welches sich aktuell in der CE-Konformitätsbetrachtung befindet.

Bei dem betrachteten Produkt handelt es sich um eine mobile Maschine im Sinne und Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.
Die Maschine ist fest auf einem Anhänger der Klasse O2 (Anhänger bis 3,5t) verbaut und verfügt als Baugruppe (aus Anhänger und integrierter Maschine) über eine Fahrzeuggenehmigung nach (EU) 2018/858 sowie eine entsprechende Straßenzulassung.
Die Maschine wird bestimmungsgemäß nicht im Straßenverkehr eingesetzt und betrieben. Die Straßenverkehrszulassung dient einzig dem Transport der mobilen Maschine von A nach B.
Die Maschine darf nur betrieben werden, wenn der Anhänger steht und entsprechend gesichert ist.

Die RoHS-Richtlinie definiert in Artikel 2 das alle Elektro- und Elektronikgeräte (EEG) in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen.
Das unsererseits betrachtete Produkt ist gemäß Begriffsbestimmung der RoHS-Richtlinie Artikel 3 (1.) auch ein solches EEG welches zunächst einmal in den Anwendungsbereich der RoHS-Richtlinie fallen müsste.
Allerdings und damit auch Kern meiner Frage, macht die RoHS-Richtlinie in Artikel 2 (4) g) auch eine Aussage dazu, dass die Richtlinie nicht gilt für "bewegliche Maschinen, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind und ausschließlich zur professionellen Nutzung zur Verfügung gestellt werden".

Unumstritten ist das betrachtete Produkt eine bewegliche Maschine, welche ausschließlich zur professionellen Nutzung zur Verfügung gestellt wird.
Wie ist der Teil "die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind" in Bezug auf unsere Maschine zu interpretieren.
Die Maschine kann ja auf der Straße von A nach B transportiert werden, betrieben werden darf dieses allerdings nicht im Straßenverkehr. Der FAQ zur RoHS-Richtlinie gibt in diesem Fall leider keine Interpretationshilfe.

Vielen Dank vorab für Ihre Zeit und Unterstützung!

Beste Grüße

Antwort von: Helmut Kuntz

In der Beschreibung fehlt noch die Angabe, ob diese bewegliche Maschine zum Betrieb eine Eigenversorgung hat:
28. „bewegliche Maschinen, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind und ausschließlich zur professionellen Nutzung zur Verfügung gestellt werden“ Maschinen mit eigener Energieversorgung oder mit externem Antrieb über Netzkabel, die beim Betrieb entweder beweglich sein müssen oder kontinuierlich oder halbkontinuierlich zu verschiedenen festen Betriebsorten bewegt werden müssen und ausschließlich zur professionellen Nutzung zur Verfügung gestellt werden.
Der „externe Antrieb über Netzkabel“ ist typisches, unverständliches EU-Behördendeutsch um vielleicht zu Einfaches für die vielen Anwender kompliziert zu machen. Es gibt aber welche, die wissen, wie das zu lesen ist:
IHK Dortmund Merkblatt zu RoHS
Mit den oben genannten „bewegliche Maschinen…“ sind laut Artikel 3, Ziffer 28, nur solche „mit eigener Energieversorgung“ gemeint, also nicht jegliches Handgerät mit Batterie oder Stromkabel.
Damit sollte diese Maschine nicht unter RoHS fallen.
Dass der reine Transport über eine Fahrzeuggenehmigung verfügt, halte ich nicht für relevant.
Risikobetrachtung: Sollte trotzdem mal jemand anderst interpretieren, hat man die unverständliche Behördengrammatik halt falsch interpretiert und somit einen formalen Fehler, aber auf keinen Fall keinen „Schadstofffrevel“ gemacht.
Um das Schadstoffproblem kommt man nämlich trotzdem nicht herum. Würde im Produkt ein Stoffverbot von RoHS (bis auf Cadmium mit anderem Grenzwert) überschritten, oder eine RoHS-Sonderregelung (höherer, erlaubter Grenzwert) angewendet, muss man das wissen, denn es wäre wegen REACH zu deklarieren.
Damit ist der RoHS-Status bekannt und man hat sich lediglich den Eintrag der RoHS-RL zuzüglich der Norm in die Konformitätserklärung gespart.

Antwort von: Daniel Brünkmans

Vielen Dank für Ihre Antwort Herr Kuntz.
Die Maschine verfügt in der Tat über eine eigne und autarke Energieversorgung. Die Maschine wird über einen internen Dieselmotor angetrieben.
Ich bin daher auch der Auffassung, dass der Ausschluss gemäß Artikel 2 (4) e) greift.
Die Begriffsbestimmung gemäß Artikel 3, Ziffer 28 greift auf jeden Fall uneingeschränkt für das Produkt.
Wozu ich allerdings nirgendwo eine genauere Definition finden konnte, war in Bezug auf die in Artikel 2 (4) e) gemachte Angabe "...die nicht für den Straßenverkehr bestimmt...".
Ich würde das so interpretieren, dass der Ausschluss nicht für Maschinen gilt, die für den Straßenverkehr bestimmt sind, wie z.B. Straßenkehrmaschinen, welche ja dazu bestimmt sind ihre bestimmungsgemäße Verwendung im Straßenverkehr durchzuführen und damit auch "für den Straßenverkehr bestimmt" sind. Unser Produkt kann zwar wie erwähnt auf der Straße von A nach B bewegt werden und hat dafür die erforderliche Straßenzulassung. Der bestimmungsgemäße Einsatz der Maschine findet aber nie (da gemäß Betriebsanleitung nicht bestimmungsgemäß) im Straßenverkehr statt. Damit ist unsere Maschine trotz der Straßenzulassung aus meiner Sicht auch nicht im Sinne der RoHS Richtlinie "für den Straßenverkehr bestimmt". Aber das ist meine Interpretation und ich bin mir diesbezüglich eben nicht sicher, ob dieses auch die richtige Interpretation der Richtlinie ist. In Bezug auf die WEEE-Richtlinie 2012/19/EU gilt das gleiche auf die etwaige Anwendbarkeit wie schon bei der RoHS und dieser Blickwinkel hat mir leider auch nicht weiterhelfen können...

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Frage 1910
gestellt von: Thomas Schnurrer
am: 19.07.2022
Thema: Konformitätserklärung für integriertes Gesamtprodukt

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserem Betrieb soll ein neues IT-System an der Koppelstelle von zwei verschiedenen Mobilfunknetzen entstehen.
Das IT-System soll an dieser Schnittstelle funktional eine Protokoll-Konvertierung vornehmen.
Das neue IT-System (Konverter) besteht aus einzelnen, marktgängigen IT-Komponenten (Router, Firewall, etc.). Für jede Einzel-Komponete liegt seitens des jeweiligen Komponenten-Herstellers eine EU-Konformtitätserklärung vor. Die Komponenten werden von uns innerhalb der Grenzen der jeweiligen Produktspezifikationen/-Beschreibungen konfiguriert und zu dem neuen Produkt (Konverter) als funktionale Einheit zusammengeschaltet.

Frage 1: Müssen wir - obwohl wir eigentlich nur konforme Komponenten zu einem System (Konverter) integrieren - eine EU-Konformitätserklärung für das neue IT-System (Konverter) ausstellen und warum?

Frage 2: Wie wäre die Antwort zur Frage 1, wenn wir das neue IT-System (Konverter) nicht aktiv vermarkten, sondern nur für uns selbst nutzen und betreiben und ggf. warum?

Mit freundlichem Gruß
Thomas Schnurrer

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Frage 1909
gestellt von: Herbert
am: 18.07.2022
Thema: CE-Kennzeichnung / unvollständige Anlage

Guten Tag zusammen,

meine Frage bezieht sich auf die CE-Kennzeichnung einer unvollständigen Anlage.

Ich weiß, dass diese grundsätzlich keine hat, sondern lediglich eine Einbauerklärung und Montageanleitung.

Nun geht es mir aber um den Fall, dass diese eingebaut wird.
Gehen wir mal davon aus, dass ich ein Förderband gekauft habe, was vom Hersteller als unvollständige Anlage verkauft wurde.

Ich stelle mir das Förderband nun an den Anfang meiner Gesamtanlage, als zeitliche Verzögerung/Puffer.

Meine Frage nun: wie sieht es jetzt mit der CE-Kennzeichnung aus?
Nach der Betrachtung des Interpretationspapiers "Gesamtheit von Maschinen" würde ich sagen, dass ein produktionstechnischer Zusammenhang besteht, aber kein sicherheitstechnischer. Durch das Förderband entsteht keine neue Gefährdung an anderer Stelle.
Ergo es entsteht keine neue Gesamtanlage.

Ist das in diesem Fall also korrekt, dass ich das Förderband nutze ohne CE-Kennzeichnung?

Ich verstehe nicht so ganz, wieso unvollständige Maschinen ohne CE-Kennzeichnung verkauft werden. Was bringt es mir als Betreiber, wenn ich dadurch gezwungen bin eine CE-Erklärung zu machen?

Wenn es um die Schnittstelle geht, wo wird denn diese nun betrachtet?
Habe ich das nun erledigt in dem ich das ganze mit Hilfe des Interpretationspapiers "Gesamtheit von Maschinen" untersucht habe?

Herzlichen Dank und viele Grüße,
Herbert

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Frage 1908
gestellt von: anonym
am: 07.07.2022
Thema: Roboterzelle mit CE-Kennzeichnung?

Guten Tag,

wir sind Hersteller von Industrierobotern. Als Zubehör soll eine Roboterzelle mit Sicherheitszuhaltung verkauft werden, in Form eines von Rittal zugekauften 2 m hohen Schaltschrankgehäuses. Dieser wird von uns etwas modifiziert. Er wird durch eine Montageplatte auf halber Höhe zweigeteilt, auf der dann der Roboter montiert werden kann. Unterhalb der Montageplatte wird die Steuerung des Roboters untergebracht und ein Schaltschrank für die Zuhaltung der gesamten Zelle und gegebenenfalls weitere Peripherie, die für die Anwendung gebraucht wird.

Szenario 1: Das Produkt wird inkl. Roboter und Schaltschrank-Inhalt verkauft: was ist bzgl. CE zu beachten?
Szenario 2: Das Produkt wird ohne Roboter und ohne Greifersystem und Schaltschrank-Inhalt verkauft: was ist bzgl. CE zu beachten?

Ist in beiden Fällen eine CE für das Produkt erforderlich?

Gilt in Szenario 1 die Zelle als unvollständige Maschine, wenn sie ohne Greifersystem verkauft wird und als vollständige M. mit?
In Szenario 2 gilt die Zelle m. E. nicht als unvollständige Maschine, da keine bewegten Teile vorhanden sind. Aber als was soll es betrachtet werden, als Leergehäuse für Niederspannungsschaltgeräte wegen des kleinen Schaltschranks innerhalb der Zelle?

Vielen Dank im Voraus

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

für Szenario 1 gilt: Der Roboter mit Umhausung und Steuerung benötigt die CE-Kennzeichnung.
Für Szenario 2 könnte die Umhausung als Sicherheitsbauteil gesehen werden. Also CE nach Maschinenrichtlinie, Anhang V, 7.

Freundliche Grüße

Roman Preis

Antwort von: Steven Nießner

Hallo Herr Preis,

exakt wie Sie argumentiere ich auch bezüglich Szenario 2. Leider ist dieses Thema auch bei Schallschutzkabinenherstellern noch überhaupt nicht angekommen. Diese schützen meiner Ansicht nach vor Lärm, aber eine Konformitätserklärung nach MRL bekomme ich nie.

Antwort von: Roman Preis

Hallo Herr Nießner,

richtig, die Schallschutzkabine fällt unter Punkt 13 Anhang V:
Systeme und Einrichtungen zur Verminderung von Lärm- und Vibrationsemissionen.

Punkt 7 betrifft "Trennende und nichttrennende Schutzeinrichtungen zum Schutz von Personen vor beweglichen Teilen, die direkt am Arbeitsprozess beteiligt sind."

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Frage 1907
gestellt von: anonym
am: 27.06.2022
Thema: Typenschild

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben an unseren Kunden teile einer elektrischen Anlage geliefert.
Inklusive CE Dokumentation.
Die Teile werden von unserem Kunden in unterschiedlicher Kombination zusammen- und eingebaut. Jetzt verlangt dieser von uns ein Typenschild.
Müssen wir dieses liefern, obwohl wir den Zusammenbau und Einbau nicht selbst durchgeführt haben? Oder ist für das Typenschild unser Kunde verantwortlich?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

hierbei kommt es auf den konkreten Teil der Anlage an. Bezüglich der Kennzeichnung von elektrischen Teilen bestehen regelmäßig Anforderungen.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1906
gestellt von: Loic Nuage, Brandenburg
am: 24.06.2022
Thema: ROHS Lieferantenabfrage

Hallo Profis,

damit unsere neue Maschine die ROHS-Richtlinie erfüllt, muss ich ja wissen, ob die Einzelteile, die ich von Lieferanten/Herstellern bekomme, die entsprechenen verbotenen Subsanzen enthalten oder nicht.

Bei meiner Abfrage werde ich besonders in Italien oft abgeblockt mit dem Verweis, dass der Lieferant bzw. Hersteller diese Richtlinie nicht einhalten müsse und daher keine Bestätigung geben könne.

Wonach muss ich also fragen, damit ich die entsprechende Antwort bekomme? Muss ich einfach hart bleiben und diese Auskunft einfordern?
Oder gibt es eine andere Richtlinie/VO, die den Hersteller auch dazu anhält, diese gefährdenden Stoffe zu vermeiden, auf die ich ihn veweisen kann?

Drehe mich gerade im Kreis und komme nicht vorwärts...
Vielen Dank für eure Hilfe!
LN

Antwort von: Helmut Kuntz

Hallo,

was Sie erfahren, kann ich bestätigen. In Italien werden EU-Vorgaben nicht so ernst genommen und wer auch noch danach fragt (kann wohl nur aus dem pedantischen Deutschland sein) ...
Erfahrung und Ironie beiseite.
Einfach wäre es, wenn die Teile explizit (auch) zur Verwendung in Maschinen und/oder elektrische Geräte angeboten sind. Dann müssen solche RoHS erfüllen, sonst dürften sie nicht in der EU in Verkehr gebracht werden. Dann kann man in der Forderung stur sein.
Ansonsten bietet sich die REACH-Verordnung an, da diese für alle Roherzeugnisse gilt. Bis auf Cadmium sind die Melde-Grenzwerte gleich den Verbotsgrenzwerten von RoHS. Würden also die 0,1 % von RoHS überschritten, muss vom Hersteller eine REACH-Information vorliegen, welche über die Handelskette durchzureichen ist. Das kann man einfordern (dabei auf RoHS Ausnahmen achten, die REACH nicht kennt).
Ansonsten bleibt nur eins: Hart bleiben.
Anmerkung: Die Kommission hat mit ihrer geradezu irren Festlegung der „kleinsten, vereinzelbren Einheit“ praktisch verhindert, dass RoHS (wegen der immensen Kosten) an Halbzeugen/Produkten nachgemessen werden kann.

Antwort von: EKO

Natürlich nützt es gar nichts, wenn der Vorlieferant keine Dokumentation /Testberichte zur verfügung stellt. Dann muß man eben selbst prüfen, denn in der Kette kann JEDER verantwortlich gemacht werden. Ob dann später ein Regress in IT funktioniert...

Aber: RoHS auch von Assemblies läßt sich serh einfach und schnell per XRF vorprüfen! Wir machen da regelmäßig und wenn etwas "komisch" aussieht, geht ab in Chemie labor. Wir haben mit unseren LF de Vereinabrung, dass die die testkosten tragen müssen, falls etwas gefunden wird. Das reicht völlig als erzieherische Maßnahme- aber das ist Asien und nicht Italien.

Wenn dann not etwas Wissen dazu genommen wird (Glänzende Lötstellen= Blei...) etc kann nicht ganz viel schief gehen.

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Frage 1905
gestellt von: Philipp Hadem
am: 22.06.2022
Thema: CE-Erklärung / Risikoanalyse

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine relativ einfach aber trotzdem irgendwie auch schwere Frage, die ich mir selber nicht beantworten kann. Muss ein Quasi-Hersteller (ein Unternehmen bezieht Ware mit beiliegender CE-Erklärung z.B. von einem asiatischen Produzenten und bringt an dieser seine eigene Marke an.
Muss der Quasi-Hersteller trotz vorhandener CE-Erklärung vom Produzenten eine eigene Risikoanalyse und CE-Erklärung erstellen?

Mfg
Philipp Hadem

Antwort von: Helmut Kuntz

Anhand der Fragestellung müsste man grundsätzliche Unkenntnis zum Thema vermuten. Nachdem ähnliche Fragen bereits gestellt wurden, anbei ein etwas ausführlicherer Kommentar.
Es sollen Importprodukte mit Eigenmarke gelabelt werden. Das wird oft gemacht. Damit wird die „Eigenmarke“ der Inverkehrbringer (was ein reiner Import allerdings auch ist) und juristisch der Hersteller. Haftungsrechtlich ist es ziemlich „egal“, ob man als Importeur oder als „pseudo“-Hersteller agiert, im Problemfall ist man nach dem Produkthaftungsgesetz immer der „Ansprechpartner“, der dann nur versuchen kann, vom wirklichen Hersteller Schaden ersetzt zu bekommen. Die Konformitätserklärung ist immer vom Hersteller zu unterschreiben und trägt auch dessen Adresse, folglich also die der „Eigenmarke“.
Die Konformitätserklärung des ausländischen Herstellers ist also nur noch eine Bestätigung der konformen Ausführung an den Labeler.
Wer eine Eigenmarke „herstellt“, sollte fachlich unbedingt auch in der Lage sein, die Konformitätserklärung für seine Produkt(e) auszustellen, also wissen, unter welche Richtlinien/Verordnungen und welche Normen diese fallen. (Sehr) oft kann man sich nämlich nicht darauf verlassen, dass die Konformitätserklärung eines ausländischen Herstellers wirklich richtig ist (langjährige und aktuelle, persönliche Erfahrung).
Für die Belegverpflichtung zur Konformität reicht das alleine allerdings nicht aus (nicht einmal, wenn es „nur“ importiert würde). Für die in der Konformitätserklärung unter den Richtlinien/Verordnungen gelisteten Normen müssen die Prüfprotokolle angefordert (und zumindest orientierend auch gesichtet) werden, denn man muss sie den Aufsichtsbehörden vorlegen können. Eine Risikoanalyse gehört genauso dazu. Eine solche sollte man nicht nur orientierend sichten und mindestens ein kleines „Prüfprotokoll“ darüber zufügen.
Wer meint, das wäre übertrieben, lese in der MR die Pflichten „Inverkehrbringen“, in den anderen die des Importeurs und des Herstellers.

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Hadem,

ergänzend finden Sie untenstehend die Pflichten der Einführer aus Artikel 8 der Niederspannungsrichtlinie:

Pflichten der Einführer
(1) Einführer dürfen nur konforme elektrische Betriebsmittel in Verkehr bringen.
(2) Bevor sie ein elektrisches Betriebsmittel in Verkehr bringen, gewährleisten die Einführer, dass das betreffende Konformitätsbewertungsverfahren vom Hersteller durchgeführt wurde.
Sie gewährleisten, dass der Hersteller die technischen Unterlagen erstellt hat, dass das elektrische Betriebsmittel mit der CE-Kennzeichnung versehen ist, dass ihm die erforderlichen Unterlagen beigefügt sind und dass der Hersteller die Anforderungen von Artikel 6 Absätze 5 und 6 erfüllt hat.
Ist ein Einführer der Auffassung oder hat er Grund zu der Annahme, dass ein elektrisches Betriebsmittel nicht mit den Sicherheitszielen nach Artikel 3 und Anhang I übereinstimmt, darf er dieses elektrische Betriebsmittel nicht in Verkehr bringen, bevor dessen Konformität hergestellt ist. Wenn mit dem elektrischen Betriebsmittel ein Risiko verbunden ist, unterrichtet der Einführer den Hersteller und die Marktüberwachungsbehörden hiervon.
(3) Die Einführer geben ihren Namen, ihren eingetragenen Handelsnamen oder ihre eingetragene Handelsmarke und die Postanschrift, unter der sie erreicht werden können, entweder auf dem elektrischen Betriebsmittel selbst oder, wenn dies nicht möglich ist, auf der Verpackung oder in den dem elektrischen Betriebsmittel beigefügten Unterlagen an. Die Kontaktdaten sind in einer Sprache anzugeben, die von den Endnutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann.
(4) Die Einführer gewährleisten, dass dem elektrischen Betriebsmittel die Betriebsanleitung und die Sicherheitsinformationen beigefügt sind, die in einer vom betreffenden Mitgliedstaat festgelegten Sprache, die von den Verbrauchern und sonstigen Endnutzern leicht verstanden werden kann, verfasst sind.
(5) Solange sich ein elektrisches Betriebsmittel in ihrer Verantwortung befindet, gewährleisten die Einführer, dass die Lagerungs- oder Transportbedingungen dessen Übereinstimmung mit den Sicherheitszielen nach Artikel 3 und Anhang I nicht beeinträchtigen.
(6) Die Einführer nehmen, falls dies angesichts der von einem elektrischen Betriebsmittel ausgehenden Risiken als angemessen betrachtet wird, zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Verbraucher Stichprobenprüfungen von auf dem Markt bereitgestellten elektrischen Betriebsmitteln vor, untersuchen die und führen erforderlichenfalls ein Verzeichnis der Beschwerden hinsichtlich nichtkonformer elektrischer Betriebsmittel und Rückrufe von elektrischen Betriebsmitteln und halten die Händler über solche Überwachungstätigkeiten auf dem Laufenden.
(7) Einführer, die der Auffassung sind oder Grund zu der Annahme haben, dass ein von ihnen in Verkehr gebrachteselektrisches Betriebsmittel nicht dieser Richtlinie entspricht, ergreifen unverzüglich die erforderlichen Korrekturmaßnahmen, um die Konformität dieses elektrischen Betriebsmittels herzustellen oder es gegebenenfalls zurückzunehmen oder zurück zurufen. Außerdem unterrichten die Einführer, wenn mit dem elektrischen Betriebsmittel Risiken verbunden sind, unverzüglich die zuständigen nationalen Behörden der Mitgliedstaaten, in denen sie das elektrische Betriebsmittel auf dem Markt bereitgestellt haben, darüber und machen dabei ausführliche Angaben, insbesondere über die Nichtkonformität und die ergriffenen Korrekturmaßnahmen.
(8) Die Einführer halten nach dem Inverkehrbringen des elektrischen Betriebsmittels zehn Jahre lang eine Kopie der EU-Konformitätserklärung für die Marktüberwachungsbehörden bereit und stellen sicher, dass diesen die technischen Unterlagen auf Verlangen vorgelegt werden können.
(9) Die Einführer stellen der zuständigen nationalen Behörde auf deren begründetes Verlangen alle Informationen und Unterlagen, die für den Nachweis der Konformität des elektrischen
Betriebsmittels erforderlich sind, in Papierform oder auf elektronischem Wege in einer Sprache zur Verfügung, die von dieser zuständigen nationalen Behörde leicht verstanden werden kann. Sie kooperieren mit dieser Behörde auf deren Verlangen bei allen Maßnahmen zur Abwendung von Risiken, die mit elektrischen Betriebsmitteln verbunden sind, die sie in Verkehr gebracht haben.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1904
gestellt von: anonym
am: 15.06.2022
Thema: Konformität Gesamtanlage

Guten Tag zusammen,

meine Firma ist mit der Planung und Errichtung eines Kraftwerks zur Verbrennung von Biomasse beauftragt. Neben der Verbrennungseinheit, welche nach DGRL Ihre Konformität erhält, liefern wir noch die Brennstoffzufuhr sowie die sich anschliessende Rauchgasreinigungsanlage. Unklarheit besteht derweil, welche Richtlinie für die Rauchgasreinigung angewandt werden muss. Gefertigt wird die Rauchgasreinigung nach der EN12952, welche harmonisiert auf die DGRL ist. Daher müsste eigentlich das Konformitätsverfahren auch entsprechend DGRL durchgeführt werden!? Weiterhin stellt sich die Frage, ob für unseren gesamten Lieferanteil eine gemeinsame Konformitätserklärung ausgesprochen wird (ähnlich Maschinenrichtlinie "Gesamtheit von Maschinen") oder ob wir einzelne Konformitätserklärungen anfertigen müssen (1x Verbrennung/ 1x Brennstoffzufuhr/1x Rauchgasreinigung)?

Ich hoffe auf mögliche Erfahrungen bzw. Einschätzungen zu diesem Sachverhalt. Gerne gehe ich bei Bedarf ins Detail!

Danke vorab und viele Grüße

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag,

Ihre Annahme bezüglich der Druckgeräterichtlinie aufgrund der Anwendung der EN 12952 ist richtig, sofern die formellen Einstufungskriterien der Druckgeräterichtlinie ebenfalls erfüllt werden. Ansonsten könnte die EN 12952 auch im Sinne eines Risikovergleichs ohne Druckgeräterichtlinie angewandt werden.
Die Druckgeräterichtlinie sieht keine Gesamtkonformität vor, aber da ggf. nicht nur Druckgeräte, sondern auch Motoren, Steuerung usw. an der Rauchgasreinigungsanlage verwendet werden, könnte es sich im Ganzen um eine Maschine oder Gesamtheit von Maschinen handeln.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1903
gestellt von: Ramazan Eser
am: 07.06.2022
Thema: Pneumatikschlauch importieren

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich will Pneumatikschläuche nach Deutschland von der Türkei importieren. Mei Frage wäre, welche Zertifizierung brauche ich dafür? RoHS oder CE zertifizierung oder beides?

Mfg R. Eser

Antwort von: Roman Preis

Sehr geehrter Herr Eser,

die RoHS-Richtlinie gilt nur für elektrische und elektronische Produkte.
Bezüglich der Anwendung der Druckgeräterichtlinie fallen Pneumatikschläuche in der Regel unter Artikel 4, Absatz 3 , das bedeutet, die CE-Kennzeichnung ist nicht erforderlich.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1902
gestellt von: Katrin Arndt
am: 30.05.2022
Thema: Kraftbetriebene Tore und Türen

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

wir beschäftigen uns gerade mit der CE Kennzeichnung unserer HF- Kabine bzw. den darin enthaltenen kraftbetriebenen Türen. Die Kabine geht nicht in das Bauwerk über und wird von uns installiert. Der Magnet selbst wird nicht von uns geliefert, daher unterliegen wir in meinen Augen nicht der Bauprodukteverordnung. Jedoch sind unserer Türen kraftbetrieben, daher vermuten wir einen Zusammenhang mit der Maschinenrichtlinie bzw. auch der Niederspannungsrichtlinie.
Gibt es weitere Richtlinien, die wir in Betracht ziehen sollten?

Herzlichen Dank vorab für Rückmeldungen.

Antwort von: Roman Preis

Guten Tag Frau Arndt,

kraftbetriebene Tore und Türen benötigen die CE-Kennzeichnung nach Maschinenrichtlinie und wenn sie elektrisch angetrieben sind, auch nach EMV-Richtlinie. Ansonsten könnte noch die RoHS-Richtlinie zur Anwendung kommen.

Freundliche Grüße

Roman Preis

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Frage 1901
gestellt von: Nils Wieland
am: 16.05.2022
Thema: CE-Kennzeichnung selbstgebaute 24V DC-Steuerung

Sehr geehrter Herr Preis,

für Versuchs- und Schulungszwecke wurde im Rahmen eines Projektes eine Steuerung bestehend aus einem Microcontroller und kompatiblen Steuerungsmodul entwickelt.

An dieser Steuerung sind Sensoren angeschlossen, welche eine einfache Positionsabfrage durchführen. Die Spannungsversorgung aller Komponenten läuft über ein handelsübliches 24V Netzteil.

Alle verbauten Komponenten besitzen eine CE-Kennzeichnung und sind fachgemäß in einem zertifizierten Schaltschrank verbaut. Es werden mit der Steuerung keine Bewegten Teile verfahren oder dergleichen.

Ist hier eine CE-Konformität nachzuweisen oder gibt es hier Besonderheiten bezüglich des Schulungszweckes?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort von: Helmut Kuntz

Ich würde eine solche Steuerung als Produkt betrachten, auch wenn davon nur ein Stück hergestellt wurde. Also muss und sollte man dazu eine Konformitätserklärung ausstellen und kann in dem Rahmen auch gleich die „Sorgfalt und Sachkunde“ beim Herstellen belegen, was zur Verwendung für Schulungszwecke sowieso erforderlich ist. Das müsste schon der/die Sicherheitsbeauftragte fordern.
Nachdem die Stromversorgung die elektrische Sicherheit auf sichere Kleinspannung „entkoppelt“, ist das ja auch problemlos möglich.

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